Curaçao

ist Teil der Inseln unter dem Winde und liegt außerhalb der Hurrikanzone. Sie ist ca. 70 km lang und bis zu 14 km breit bei einer Gesamtfläche von 444km². Die höchste Erhebung ist der Mount Christoffel mit 375 m. Insgesamt hat Curaçao ca. 142.000 Einwohner, allein in der Hauptstadt Willemstad leben ca. 125.00 Menschen. Seit 1997 ist die Innenstadt mit ihren Forts, den vielen barocken Häusern, dem Gouverneurspalast und der Königin – Emma – Brücke Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Curaçao ist Teil des Königreiches der Niederlande und seit Oktober 2010 darin ein autonomes Land.

Die Insel wurde 1499 von den Spaniern entdeckt und ging 1634 an die niederländische WIC (West Indien Companie) 1634 über. In der Hauptstadt Willemstad entwickelte sich einer der zentralen Sklavenmärkte für die Karibik und Lateinamerika und war der wichtigste Wirtschaftsfaktor Curaçao.

Nach der schrittweisen Abschaffung der Sklaverei in allen Ländern, in Curaçao geschah dies 1863, entfiel diese Einnahmequelle und hatte einen wirtschaftlichen Niedergang zur Folge. Erst als am Anfang des 20. Jahrhunderts Erdöl in Venezuela gefunden wurde und Shell in Willemstad eine Raffinerie baute, ging es wieder aufwärts. Damit strömten Menschen aus aller Herren Länder dorthin wie etwa der Karibik, Lateinamerika, Madeira oder Indien und brachten ihre Kulturen in die Gesellschaft ein.

Heute sind die wichtigsten Standbeine der Wirtschaft der Tourismus, die Raffinerie, Services aller Art, Transport (Hafen) und sauberen Finanzdienstleistungen.

Die Gesellschaft Curaçao setzt sich zusammen aus vielen Nationen. Es gibt viele Religionen, überwiegend Spielarten des Katholizismus, dem über 90% der Bevölkerung angehören, 4,5% sind Protestanten. Es leben hier 350 Juden, die eine lange und geschichtsträchtige Tradition hier haben. Die Muslime haben eine eigene Moschee. Die Kulturen harmonieren ohne die geringsten Spannungen.